Bei der Pepperwood, ein Gemeinschaftswerk der Schriftgestalter K.B. Chansler, C. Crossgrove und C. Twombly, die ebenfalls die Rosewood, Zebrawood und Ponderosa zusammen entwarfen, handelt es sich, wie der Name es unschwer erkennen läßt, um eine sogenannte Woodtype. Die Ursprünge dieser Art von Schriften finden sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Unter dem Namen Italian (englisch) oder Italienne (französisch) fanden sie zu dieser Zeit eine schnelle Verbreitung. Ihr charakteristisches Merkmal sind die quaderförmigen Serifen, die in ihrer Breite die Strichstärke der Buchstaben überbieten. Fügt man die Buchstaben zu Zeilen, bilden die schweren Serifen dunkle Bänder, die die Horizontale stark betonen. Die Pepperwood zeigt dazu noch ein weiterere stilistisches Mittel. Die Figuren schmücken in ihrer Mitte kleine Vierecke, die sie optisch zusamenmontieren. Ihre Serifen verlaufen nicht gerade, sondern besitzen kleine schmal auslaufende Spitzen. Die Pepperwood erinnert den Betrachter an die unstete Zeit des wilden Westens mit seinen Revolverhelden, aber auch an die Glamourwelt der Siebziger in der Plateuschuhe und ausschweifende Kopftrachten nicht wegzudenken waren. Ihre unterschiedlichen Schnitte legen einen breiten Gestaltungsspielraum offen. Sparsam für Überschriften angewendet, kann mit ihr unbestritten eine große Wirkung erzielt werden.