Giabattista Bodoni – born 16. 2. 1740 in Saluzzo, Piedmont, Italy, died 30. 11. 1813 in Parma, Italy – engraver, type designer, typographer, printer, publisher.
1758–66: typesetter in the Vatican’s Propaganda Fide printing works. 1766: the Duke of Parma invites Bodoni to set up an run a printing works. 1768: begins working in the Stamperia Reale. 1770: opens his own type foundry. 1771: publishes his first typographical contribution "Fregi e Majuscole". 1782: Charles III of Spain names Bodoni [...]
Morris Fuller Benton – born 30. 11. 1872 in Milwaukee, USA, died 30. 6. 1948 in Morristown, USA – engineer, type designer.
After training as a mechanic and engineer, Benton jointed the ATF, where he became type designer and in-house designer with ATF.
Fonts: Benton developed over 200 alphabets, all of which were published by ATF, including Century roman (with Theodor Low de Vinne, 1885), Mariage (1901), Alternate Gothic (1903), Franklin Gothic (1903–12), Cheltenham® (1904), Clearface® [...]
The Italian designer Antonio Pace created the font Linotype Gianotten™ in 2000. Linotype Gianotten is a new interpretation of the classic Bodoni font. For this adaptation of the modern face, Antonio Pace went back to Giambattista Bodoni’s original punches, kept in a museum in Parma, and reinterpreted the 200-year-old characters for the world of modern digital technology. Rigorous design and the organic, unadorned construction of the individual characters give Linotype Gianotten a contemporary, [...]
Giambattista Bodoni (1740-1813), der als "König der Drucker" und "Drucker der Könige" bezeichnet worden ist, schuf dank seiner ausgefeilten Schneidetechnik im Jahre 1767 die Bodoni. Die frühen Vorbilder hierfür waren die Typen von Pierre Simon Fournier (1712-1768) und die der Familie Didot (1689-1836). Im Zuge des Klassizismus und den Auswirkungen technischer Exaktheit entstehen Formen, bei denen die Unterschiede von Grund-und Haarstrich noch ausgeprägter betont werden, als bei der Barock-Antiqua. Bodoni betont diesen Gegensatz stärker als es je vorher üblich gewesen war und entwickelte um 1790 seine elegante und etwas kühle Antiqua, deren sehr zarte Endstriche sie deutlich als Nachbildung der zeitgenössischen Kupferstichschriften erkennen lassen. Seine Bodoni zeichnet sich durch Formenstrenge und klare Sachlichkeit aus. Sie verkörpert in hoher Qualität das rationale Denken der Aufklärung. Als Hofbuchdrucker der Farnese-Herzöge in Parma gab er zeitlebens unter seinem Namen Schriften unterschiedlicher Anmutung heraus, die in ihrer Formenvielfalt seine künstlerischen Entwicklungphasen widerspiegeln. Der neue klassizistische Schrifttypus verdrängte die Renaissance-Antiqua und die Antiqua des Übergangsstils und behauptete bis um 1850 eine absolute Herrschaft. Bodonis Einfluß auf die Typografie war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sehr dominant. Die Bodoni erfordert einen sorgfältigen, behutsamen Umgang, um ihre erhabene Schönheit zu entfalten. Die starke Betonung der Senkrechten und der starke Kontrast zwischen den feinen und den dicken Linien erschwert die Lesbarkeit. Es ist deshalb ein besonders sorgfältiger Buchstabenausgleich beim Titelsatz und ein großzügiger Zeilenabstand beim Werksatz ratsam. Weiterhin empfielt es sich kleine Schriftgrade zu vermeiden. Wie alle Klassiker wurde auch die erfolgreiche Bodoni später unzählige Male nachgeschnitten und neu interpretiert. 1911 erschien die Bodoni von Morris F. Benton bei den American Typefounders.
Die Platinum Collection ist eine Exklusiv-Reihe besonders optimierter, klassischer Schriften der Linotype Library.
XSF-Fonts sind OpenType- oder TrueType-Fonts, die auch bei kleinen Schriftgrößen oder niedriger Auflösung auf dem Bildschirm gestochen scharf wirken. Sie wurden speziell entwickelt und optimiert für die Darstellung gut lesbarer Schriften auf Computer-Bildschirmen, die in Verbindung mit dem Microsoft® Windows-Betriebssystem genutzt werden.
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