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Über die Lesbarkeit
Unter dem Einfluss der verschieden Druckverfahren hat die lateinische Textschrift subtile Formveränderungen erfahren. Grundsätzlich neue Formen sind jedoch keine entstanden. Als Demonstration dafür sind acht a in den meistgelesenen Schriftstilen mit einem Drehraster versehen und übereinander kopiert. Das Resultat zeigt eine erstaunliche Übereinstimmung.
Entstanden durch Zusammenschluß der Firmen Deberny & Cie (gegr. 1818) und Peignot & fils (gegr. 1842) im Jahre 1923. Die wichtigsten Schriftdesigner waren A. M. Cassandre und Adrian Frutiger. In den 50er Jahren wird eine der ersten brauchbaren Fotosetzmaschinen, die Lumitype, gebaut. Im Jahre 1972 erwarb die Haas’sche Gießerei in Münchenstein die Firma.
Andere Schriftfamilien vom selben Designer ...
Über Ondine™ Schriftfamilie ...
Designer: Adrian Frutiger, 1954
Die Ondine™ Schriftfamilie ist in der Linotype Originals-Bibliothek enthalten.
Die Ondine gehört zu den frühen Schriften Adrian Frutigers. Ihr auffälliger Breitfederduktus sticht dem Leser sofort ins Auge. Frutiger verwendete zur Gestaltung dieser Schrift allerdings nicht die Breitfeder, sondern schnitt mit der Schere ihre Figuren aus Papier. In der Formensprache lehnt sich die Ondine an die Humanistische Minuskel an - der Hochform der italienischen Renaissance-Buchschrift des 15. Jahrhunderts. Ihr Brennpunkt war Florenz, das Zentrum und der Ausgangspunkt der humanistischen Bewegung überhaupt. Dort entstand zu Beginn des 15. Jahrhunderts eine bedeutende Schreibschule. Die Aufgabe der geschulten Schreiber bestand in der getreuen Abschrift der bewunderten literarischen Vorlagen, die auch in graphischer Hinsicht hohe ästhetische Belange erfüllen sollten. Die Ondine zeigt ein sehr regelmäßiges und offenes Schriftbild. Texte in dieser Schrift gesetzt, erwecken den Eindruck der Altertümlichkeit. Sie eignet sich für kurze Texte und Überschriften und sollte nicht kleiner als 12 Punkt verwendet werden.
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Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
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