Die Schnittcutter wurde 1997 von Georg Kugler gestaltet. Wie es der Name dieser Schrift treffend formuliert, trägt die Schnittcutter mit ihren leicht kantigen Außenkonturen den Charakter einer von Hand geschnittenen Stempelschrift. Bestärkt wird dieser Eindruck durch die stempeltypischen viereckigen Trägerformen, die im Hintergrund zu liegen scheinen, auf der jeder einzelne Buchstabe plaziert ist. Eine Besonderheit gibt es jedoch zu vermerken. Die robusten Versalien erscheinen keineswegs schwarz, sondern in ihrer Negativform auf dem Papier, umschlossen von ihrem schwarzen "Fleisch", wie der Schriftsetzer sagen würde. Die Buchstaben setzen sich so zu balkenartigen, schweren Wortbildern zusammen. Gestaltet wurde die Schnittcutter in den fünf Varianten Outlined, welche nur aus Konturen besteht und somit ein leichteres Schriftbild besitzt, der Italic, der Shadowed und der unterstrichenen und durchgestrichenen Variante. Diese sehr auffällige Schrift mit ihrer starken Kontrastwirkung eignet sich besonders für kurze Überschriften in großen Schriftgraden. Sie läßt sich mit fast allen Textschriften vorteilhaft kombinieren.