Jan Tschichold – Zum 100. Geburtstag
Bis 1933 entwarf Tschichold zahlreiche Arbeiten im Stil des Bauhauses und der neuen Typografie. Im selben Jahr mußte er allerdings vor dem Nationalsozialismus fliehen, nachdem sein Haus durchsucht wurde und er vorübergehend in Schutzhaft kam. Im Gefängnis erhielt er die Nachricht, daß sein Arbeitsverhältnis erloschen sei. Tschichold flüchtete in die Schweiz. In wenigen Jahren war es Tschichold gelungen, die neue Typografie zu verbreiten und einzuführen, durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde dies jedoch wieder zunichte gemacht. Die Typografie der Hitlerzeit war steril und genauso schlecht wie die der Zeit vor 1925.
Tschichold bekam einen Lehrauftrag an der Baseler Gewerbeschule und eine Halbtagsstelle im Benno Schwabe Verlag, Basel. Sein neuer Anfang war schwer, von finanziellen Schwierigkeiten und einem Mangel an geeigneten, interessanten Arbeiten geprägt. Ständig drohte ihm die Nichtverlängerung seiner Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. 1935 erschien sein Buch "Typographische Gestaltung", für das es 1000 Vorbestellungen gab. 1935 stellte Tschichold sein Werk bei der großen Londoner Druckerei Lund Humphries aus und erhielt danach Aufträge von dieser Druckerei und 1937 die Aufgabe, die Typografie des weltbekannten Penrose Annual für 1938 zu erstellen.
Erst 1942 erschien ein neues Buch von ihm, „Schriftkunde, Schreibübungen und Skizzieren”. Tschichold verlor den Einfluß des Bauhauses und des Elementaren und gewann die Zuneigung zur klassischen Typographie und Schriftkunst zurück. Dies zeigt sich in vielen Entwürfen, die zu dieser Zeit entstanden sind. Seit 1938 hat sich Tschichold dann ganz der Buchtypografie gewidmet. Er überließ die unsymmetrische Anordnungsweise der Werbetypographie und setzten fortan fast alles auf Mitte.
Daneben schrieb Tschichold, immer unter starkem wirtschaftlichem Druck, von 1933 bis 1946 eine große Anzahl von Fachartikeln. 1941 endeten diese entbehrungsreichen Jahre mit einer Anstellung bei der expandierenden Baseler Firma Birkhäuser. 1942 erhielt er – zu dieser Zeit sehr selten – als Anerkennung seiner Leistungen das Basler Bürgerrecht.
Tschichold bekam einen Lehrauftrag an der Baseler Gewerbeschule und eine Halbtagsstelle im Benno Schwabe Verlag, Basel. Sein neuer Anfang war schwer, von finanziellen Schwierigkeiten und einem Mangel an geeigneten, interessanten Arbeiten geprägt. Ständig drohte ihm die Nichtverlängerung seiner Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. 1935 erschien sein Buch "Typographische Gestaltung", für das es 1000 Vorbestellungen gab. 1935 stellte Tschichold sein Werk bei der großen Londoner Druckerei Lund Humphries aus und erhielt danach Aufträge von dieser Druckerei und 1937 die Aufgabe, die Typografie des weltbekannten Penrose Annual für 1938 zu erstellen.
Erst 1942 erschien ein neues Buch von ihm, „Schriftkunde, Schreibübungen und Skizzieren”. Tschichold verlor den Einfluß des Bauhauses und des Elementaren und gewann die Zuneigung zur klassischen Typographie und Schriftkunst zurück. Dies zeigt sich in vielen Entwürfen, die zu dieser Zeit entstanden sind. Seit 1938 hat sich Tschichold dann ganz der Buchtypografie gewidmet. Er überließ die unsymmetrische Anordnungsweise der Werbetypographie und setzten fortan fast alles auf Mitte.
Daneben schrieb Tschichold, immer unter starkem wirtschaftlichem Druck, von 1933 bis 1946 eine große Anzahl von Fachartikeln. 1941 endeten diese entbehrungsreichen Jahre mit einer Anstellung bei der expandierenden Baseler Firma Birkhäuser. 1942 erhielt er – zu dieser Zeit sehr selten – als Anerkennung seiner Leistungen das Basler Bürgerrecht.
